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Oh Mann, das war kein Spaß sondern harte Arbeit.
Gestern abend haben applecross und meine Wenigkeit mit einigen guten Freunden sich bis zu 14 Ardbegs erarbeitet.

Diese Größenordnung war nur Möglich durch gemeinsame Herangehensweise und dem Einsatz bester Grundlagen und Unmengen von Wasser.

Ein paar Eindrücke die ich dadurch gewonnen habe seien hier geschildert.


Angefangen, parallel mit dem Pärchen Blasda gegen Serendipity.
Gewinner war bei mir eher der Serendipity.
Blasda ist Ardbeg Light mit eher künstlichen Aromen und leichten, flachen Ardbegeindrücken.
Serendipity viel süßer, runder aber leider auch flacher im Mund.

Weiter ging es mit Ardbegs U.A.'s. gegen den 17'er
G&M 'Connoisseurs Choice 1993/2005, 43 %, First fill Sherry Butt
Ein etwas ungewöhnlicher Arbeg, der aber für mich mit einer guten Portion Komplexität und einem sehr überraschenden Gaumen sehr viel Interesse hervorrief.
Cadenheads Destilled 1978, Cask 4827, 56,8 % Klare Flasche mit beigen großem Label. Kann mir einer sagen wann diese Flaschen eingestellt worden sind ?
Malzig, geräuchertes Schmalzbrot , Salzig mit warmen Rauch ein guter Tropfen
Ardbeg 17
Rund , warmer Rauch. Angenehme Süße und reifere Früchte. Lang und wärmend im Abgang - richtig genial lecker.

 ANB gegen Uigi
Da schieden sich die Geister. Für mich war der ANB weil er nicht ganz so Hühnermistlastig ist, der deutlich leckerer Tropfen. War es der interessantere ? Der Uigi ist schon beeindruckend aber, den muß ich mir erarbeiten und den ANB kann man genießen.

Dann sind wir einen neuen Weg eingeschlagen. "Forward to the past"
Mór - Renaissance - Adelphi 9 yo - Almost There - Still young - Verry Young
also immer jünger werdend, den Peaty Path to Maturity quasi in umgekehrter Reihenfolge.

Mór - Renaissance
Der Mór geht für mich als klarer Gewinner aus dem Kampf Alt gegen Neu.
Deutlich Komplexer, interessanter, länger im Abgang. Der Renaissance bissiger aber weniger Körper und uninteressanter.

Adelphi 9 yo - Almost There
Der Adelphi ist Kuhmist und heftigste Geschmackseindrücke wie man sie selten findet. Sehr straight und ganz schön extrem. Der Almost There ist wirklich fast da.  Mit seinen kalten Asphalt in der Nase und seiner offenen zupackenden Art, ist er dem Renaissance schon etwas ähnlich.

Still young - Verry Young
Heftig alle beide. Lange und längste Abgänge. Der Verry young liegt knapp bei mir vorneweil er so heftig und jung noch ehrlicher ist.

Und "The one for the road" war der Corryvreckan.
Der hat mich dann nach dem extremen, bissigen und sprittigen "youngs" etwas versöhnt weil er wieder angenehmer, warm und ausgewogener war.

Gewinner over all bei mir :

Ardbeg 17 - ANB und Corryvreckan

andere hatten den Uigi natürlich unter den Top 3.
Insgesamt ein Hammerabend. Die Range war sehr groß aber man kann es überleben und nicht nur die Eindrücke waren heftig, sondern auch der Meinungsaustausch.

M. Mattonet
m.mattonet@arcor.de